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  • Dr. Edith Öller

Agile work with the "double diamond" of Design Thinking

(English version below!)


Das Modell des "Double Diamond" (vgl. British Design Council 2005) eignet sich sehr gut um einen agilen Workflow zu skizzieren. Ganz links befindet sich der Startpunkt, also der Status Quo. In einer ersten Phase (Discover) versucht man so viele Informationen wie möglich zu einer Situation oder einem Thema zu sammeln (durch Recherche, Befragungen etc.) - wie bei allen agilen Methoden natürlich mit vertretbaren Mitteln. Wenn man weiter nach rechts geht, kommt man dann in die erste "Groan Zone". Dies sind die Übergänge zwischen jenen Phasen in denen man weit auf macht, um möglichst viele Informationen, Ideen etc. zu sammeln - und jenen Phasen, in welchen man die gewonnene Information verdichtet. Dies ist oft ein schwieriger Zeitpunkt. Es geht darum, wieder zu Fokussieren, zu Verdichten und Auszusortieren. Man ist in der Phase der Definition angelangt und verdichtet die Informationen zu einer Problemdefinition.

Ist das Problem klar umrissen, geht es nach rechts weiter in die Phase der Entwicklung (Develop). In dieser Phase geht es darum, Ideen für Lösungsansätze zum Problem zu finden. In dieser Ideationphase nützt man wieder Methoden, die im ersten Schritt eine hohe Anzahl von Ideen liefern (wie verschiedenste Brainstorming- und Kreativitätstechniken). Doch auch hier geht es irgendwann weiter nach rechts in die nächste "Groan Zone". Es geht darum, Lösungsansätze zu verdichten und zu selektierenund in eine Umsetzung zu kommen. In der Phase der Umsetzung (Deliver) ist Prototyping angesagt. Dies kann von der Umsetzung der Idee in einem Business Model Canvas bis hin zu gebauten oder digitalen Mock Ups oder MVPs bis hin zu funktionsfähigen Prototypen reichen. Man kommt zu einem ersten Lösungsansatz. Wichtig ist auch hier das Verhältnis zwischen Input und Outcome nicht aus den Augen zu verlieren. Zielt des Prototyping ist schließlich ein Test um die vorher gestroffenen Annahmen und die Marktfähigkeit zu überprüfen. Diese Information fließt natürlich wieder in eine weitere Entwicklungsschleife ein. Die Zyklen wiederholen sich iterativ - z.B. bis das Produkt/Service marktreif oder umsetzungsfähig ist, aber auch darüber hinaus mit Informationen, die bei der Markteinführung und durch Kundenfeedback gewonnen wird.


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The "Double Diamond" model (cf. British Design Council 2005) is very well suited to sketching an agile workflow. On the far left is the starting point, i.e. the status quo. In a first phase (Discover) you try to collect as much information as possible on a situation or a topic (through research, surveys, etc.) - as with all agile methods, of course, with justifiable means.

If you go further to the right, you come to the first "Groan Zone". These are the transitions between those phases in which you open up wide in order to collect as much information, ideas etc. as possible - and those phases in which you condense the information obtained. This is often a difficult time. It's about focusing again, condensing and sorting out. You have reached the definition phase and you are using the information to define a problem.

If the problem is clearly defined, it continues to the right into the development phase. This phase is about finding ideas for possible solutions to the problem. In this ideation phase, methods are used again that provide a large number of ideas in the first step (such as various brainstorming and creativity techniques). But here, too, at some point you will continue to the right into the next "Groan Zone". The point is to condense and select solution approaches and to implement them. In the delivery phase, prototyping is the order of the day. This can range from the implementation of the idea in a business model canvas to built or digital mock-ups or MVPs to functional prototypes. One arrives at an initial solution. Here, too, it is important not to lose sight of the relationship between input and outcome. The aim of prototyping is ultimately a test to check the assumptions made previously and the marketability.

This information naturally flows back into a further development loop. The cycles repeat iteratively - e.g. until the product / service is ready for market or can be implemented, but also beyond that with information that is obtained during the market launch and through customer feedback.